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Der Unterschied zwischen Hochsensibel und emotionaler Hochsensibilität

Aktualisiert: 22. Juni 2019


Ausgehend von Eliane Reichardts Überlegungen und Gegenüberstellung der Persönlichkeitsmerkmale von hochsensiblen und hochbegabten Menschen, sind uns folgende Gedanken zur weiteren Differenzierung der Hochsensibilität und zur Schwierigkeit innerhalb der bestehenden Diskussion gekommen.


Hochsensibilität ist eine angeborene gesteigerte Form der Wahrnehmung. Betrachtet man die Hochsensibilität im Allgemeinen, so unterteilt sie sich in drei Bereiche - 1. die sensorische, 2. die empathische und 3. die emotionale Sensibilität.


SENSORISCHE SENSIBILITÄT

Die sensorische Sensibilität ist die unbewusste und bewusste Wahrnehmung des Äußeren durch die dem Menschen angeborenen Sinne. Reizaufnahme, -weiterleitung und auswertung sind im Menschen veranlagt. Jedoch scheinen die Sinne bei jedem Menschen unterschiedlich ausgebildet zu sein, denn die Sinneseindrücke werden unterschiedlich wahrgenommen und verarbeitet. Menschen, die sensorisch hochsensibel sind, nehmen äußere Reize feiner, vielschichtiger und intensiver im Bewussten als auch im Unterbewusstsein wahr als der durchschnittlich sensible Mensch.


Ähnlich verhält es sich mit der empathischen als auch emotionalen Hochsensibilität. Die Verarbeitung der Eindrücke läuft auf Hochtouren.


EMPATHISCHE SENSIBILITÄT Die empathische Sensibilität ist die angeborene Wahrnehmung der Gefühle des Gegenübers. Diese Wahrnehmungen spiegeln sich in der eigenen Person, es kommt zu einer "nicht gesteuerten", quasi automatischen Übernahme der Gefühlswelt des anderen. Dabei kann es sich hierbei auch um die Gefühle von Tieren und Pflanzen im Bezug zum Menschen handeln. Auch die empathische Sensibilität ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt. Je höher die empathische Sensibilität um so stärker ist die Gefühlsübernahme.

EMOTIONALE SENSIBILITÄT Die emotionale Sensibilität betrifft zunächst die ungedeutete Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Emotionen. Je höhe die Sensibilität desto ausgeprägter, reicher und vielschichtiger ist die Gefühlswelt eines Menschen. Emotional hochsensible Menschen erleben und leben ihre Gefühle sehr viel intensiver. Gefühle steuern ihr bewusstes und unbewusstes Denken und Handeln - hochsensible Menschen sind mit ihnen in extremen Dauerkontakt. Emotionale Hochsensibliltät kann angeboren sein - muss aber nicht. Vermutlich gibt es eine sich entwickelnde emotionale Hochsensibilität, die aus Bedürftigkeit entsteht. Menschen, die in ihrer Kindheit viel entbehren mussten, die nicht beachtet wurden und in der Entwicklung ihrer Gefühlswelt auf sich selbst gestellt waren, entwickeln in ihrem Leben emotionale Empfindlichkeiten, die aus einem Mangel an Grundbedürfnissen wie z.B. Zuwendung und Liebe entstanden sind.

FAZIT

Zusammenfassend sei erwähnt, dass wir Menschen als hochsensibel wahrnehmen, die "emotional" hochsensibel sind. Die emotionale Hochsensibilität kann jedoch Bestandteil einer gesteigerten Wahrnehmungsfähigkeit sein oder sich aus einer nicht gestillten Bedürftigkeit heraus entwickelt haben. Im Coaching und in der Beratung ist es wichtig festzustellen, woher eine emotionale Hochsensibilität kommt. Ursachen und Beweggründe sind Schlüssel im Eigenverständnis und der Persönlichkeitsentwicklung von Menschen. Es wäre hilfreich eine Differenzierung dieser beiden "Hochsensibilitäten" vorzunehmen und mit entsprechenden Begrifflichkeiten zu verdeutlichen, damit ein Verständnis für beide Seiten entstehen kann. Für Myndun Dr. Birgit Wegerich-Bauer und Gabriela Heickendorf



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