Die Angst der eigenen Entfaltung oder der Feind der Kreativität.

Aktualisiert: 31. Mai



Die Angst als Feind der eigenen Kreativität. Eigentlich enthält dieser kurze Satz alles was er braucht. Doch nehmen wir ihn weiter auseinander. Legen die feinen Schichten frei und kommen von der Oberfläche in die Tiefe.

Doch zuerst müssen wir uns mit bestimmten Begriffen auseinandersetzten.

Angst

Kreativität

Feind Entfaltung

Eigen


1. https://de.wikipedia.org/wiki/Angst Der Begriff Angst hat sich seit dem 8. Jahrhundert von indogermanisch*anghu „beengend“ über althochdeutsch angust entwickelt. Er ist verwandt mit lateinisch angustus bzw. angustia für „Enge, Beengung, Bedrängnis“ (siehe auch Angina) und angor „Würgen“.[1] Das Wort „Angst“ gibt es als Wortexport auch im Englischen, siehe German Angst. Es bedeutet so viel wie Existenzangst. Man spricht von „angst-ridden“ (von Angst geritten). Vermutlich wurde das Wort 1849 von George Eliot eingeführt.[2]

Interpretation:

Ok, wir haben also Angst. Es ist ein Gefühl der Enge bzw. Bedrängnis. Beklemmung könnte man also auch sagen. Das bedeutet also für unsere Entfaltung, dass sie keine Möglichkeit hat sich auszubreiten, da der Platz fehlt. Ganz so, als würde ich mich auf einem weiten Platz befinden. Einem Platz, der so groß ist, dass ich Anfang und Ende nicht sehen kann, ich jedoch von der Weite überrannt werde. Was ist Richtig und was ist Falsch? Einen Schritt in irgendeine Richtung zu machen ist nicht möglich, da die schiere Weite mich an Ort und Stelle hält. Wir sind in einem Stillstand angekommen. Schauen wir also schnell zum nächsten Begriff herüber.

2.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreativit%C3%A4t Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist.[1][2] Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze, was Kreativität im Einzelnen auszeichnet und wie sie entsteht. Das Wort Kreativität bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch vor allem die Eigenschaft eines Menschen, schöpferisch oder gestalterisch tätig zu sein. Falsch ist jedoch die verbreitete Vorstellung, dass Kreativität nur mit Berufen oder Tätigkeiten aus den Bereichen der bildenden Kunst und der darstellenden Kunst verbunden sei (art bias).[3] Es wird zwischen alltäglicher (small c) und außergewöhnlicher (Big C) Kreativität unterschieden.[4] Außergewöhnliche Kreativität ist die herausragende (meist objektive) Kreativität wie auf der Ebene der Genies. Alltägliche Kreativität ist die (meist subjektive) Kreativität, die sich bei vielen Arbeiten der meisten Menschen beobachten lässt, wie das Umgestalten eines Gartens oder das Improvisieren beim Kochen.[4][5] Dabei existieren viele Übergänge von alltäglicher und außergewöhnlicher Kreativität. Beide entwickeln sich in einem Zusammenspiel von Begabungen, Wissen, Können, intrinsischer Motivation, Persönlichkeitseigenschaften und unterstützenden Umgebungsbedingungen.[6][7][8]

Interpretation:

Wow, was für eine Erklärung der Kreativität aus der bekannten freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Fähigkeit etwas zu erschaffen. Außergewöhnlich und gestalterisch. Kreativität ist als die Fähigkeit, den oben bekannten leeren Platz mit Dingen zu füllen, damit er nicht mehr so weit wirkt. Und wenn wir ihn gefüllt haben, hilft uns unsere Kreativität sogar immer noch weiter in dem sie das dort Eingestellte verändern kann. Eine Möglichkeit die langweilige und gleichbleibende Eintönigkeit zu überwinden. Wir rücken somit von der Bedrängnis des Seins ab und füllen unsere Realität mit schöpferischen Möglichkeiten. Dinge, die einige von uns vollkommen neu erdacht haben. Schauen wir in die Geschichte der Menschen, so finden wir einige dieser Dinge, die Platz in unser Leben gefunden haben. Ich nehme hier gerne wieder das Beispiel des Fliegens. Wir können also das Unbekannte und Weite, dass uns bedrängt durch das Gestalterische in eine Form bringen, die einen Platz ausfüllt und zu einem bekannten angenehmen Raum wird. Wir haben noch 2 Worte übrig, schauen wir uns diese jetzt mal an.

3. https://de.wikipedia.org/wiki/Feind Feind (von mittelhochdeutsch vînt und althochdeutschfiant: „Hassender“) ist eine Bezeichnung für einen Widersacher; in älteren Texten ist der Begriff regulär mit dem Synonym für den Teufel (als allergrößter Feind) belegt. In militärischer Terminologie spricht man grundsätzlich vom Feind anstatt vom Gegner, ohne dabei den Widersacher als Unmenschen oder Hassobjekt zu klassifizieren.

Interpretation:

Ein doch recht schönes anderes Wort für Feind ist also Widersacher. Also gegen eine Sache oder Sachlage. Gegen = Gegner?!. Gegen etwas zu sein ist somit einen Weg nicht zu gehen, etwas nicht anzunehmen. In dem Kontext mit Feind / Widersacher ist es aber vielmehr der Punkt, dass etwas anderes gegen "unsere" Sache ist. Uns also hindert uns zu entfalten. Im Gegensatz zu Angst und Kreativität ist der Eintrag in unserer hier bekannten Enzyklopädie kurz. Schon beinahe unwichtig. So also wäre alles gesagt. Der Begriff heißt... und gut ist. Der Widersacher kann also in unserem Text einfach nur der weite und offene Platz sein. So groß und offen, dass es Angst macht, also Bedrängt. An dieser Stelle möchte ich nicht viel mehr sagen und wir sollten uns daher die Entfaltung anschauen um alle 4 Begriffe von oben zusammen zu bekommen. 4. https://de.wikipedia.org/wiki/Entfaltung

  • Entfaltung (Technik), Ablauflänge: Strecke, die ein Fahrrad durch eine Umdrehung der Tretkurbeln zurückgelegt

  • Dekonvolution, mathematische Transformation, als deutsche Bezeichnung

  • Entfaltung (Genese), aus der Pflanzenentwicklung abgeleiteter Begriff der Zustandsveränderung.

(Zwischeninterpretation)

Oha, was ist denn jetzt passiert? Wikipedia hat nur diese kurze Möglichkeiten. Schauen wir uns nun https://de.wiktionary.org/wiki/Entfaltung an, wie von Wikipedia vorgeschlagen, so landen wir bei:

Bedeutungen: [1] Vorgang, bei dem sich etwas entwickelt

Interpretation:

Vorgang, bei dem sich etwas entwickelt. Also ein Vorgang, der passiert, wenn wir etwas tun. Wenn aus A = B wird, hat sich etwas entwickelt, der Zustand eines Objektes verändert oder vielleicht sogar unser freier und weiter Raum? Da wäre auf jeden Fall noch zu sagen, dass auch das nichts tun, tun sein kann. Denn wenn wir Dinge, Objekte etc. nicht bewusst anpacken, so ist das "laufen lassen" ebenfalls eine Möglichkeit eines Vorgangs zur Entfaltung. Je nach unserer Wahrnehmung, nehmen wir dies dann bewusst, unbewusst oder gar nicht zur Kenntnis.


Bringen wir unsere Recherche und unsere Gedanken zusammen.

"Die Angst der eigenen Entfaltung oder der Feind der Kreativität "

Oder auch: "Die Bedrängnis meiner Zustandsveränderung oder der Widersacher der außergewöhnlichen / gestalterischen Schöpfung"


5. Nehmen wir nun das Wort “Eigen” von eigenen, dass wir bisher gar nicht betrachtet haben. eigener = meiner.

https://de.wiktionary.org/wiki/Eigen Anmerkung:

Das Wort wird überwiegend in Formulierungen wie „jemandes Eigen sein“ oder „sein Eigen nennen“ verwendet, besonders für wertvollere Güter wie ein Anwesen. Bedeutungen:

[1] das, was jemandem gehört

Interpretation:

Mein Besitz ist also mein Eigen. Führen wir diesen kleinen Satz weiter, kann damit jeder von uns schöpferisch tätig sein. Jeder kann den Platz mit schöpferischen Dingen füllen und außergewöhnliches erschaffen, da die nötige Zustandsänderung mir bereits gehört. Und mein Widersacher die Bedrängnis wird umso kleiner, je kleiner ich den Platz mache. So klein, dass die Bedrängnis der eigenen Zustandsänderung nicht entgegenwirken kann. Hab ich diese Fokussierung vorgenommen, ändere ich meine Umgebung auf eine vielfältige und spannende Art und Weise. Diese Zustandsänderung ist die Freiheit des Geistes alles machen zu können, was wir unmittelbar anpacken können. Dazu gehört z.B. auch bekannte Dinge zu nehmen und diese für sich zu definieren. Ich muss nicht erst einen Jedi erfinden, wenn es diesen schon gibt und ich einfach mal Luke Skywalker sein kann. Warum denn nicht? Ein Buch zu lesen und sich zu fragen, was würde ich in dieser Situation tun oder "ich wäre gerne ebenfalls an diesen tollen Ort" zeigt bereits mein eigenes schöpferisches tun und handeln. Ergo, ist jeder Mensch in der Lage seinen eigenen Zustand zu verändern.

Und da wir bereits den Platz als unendliche Spielwiese für Schöpferisches tun identifiziert haben und die Bedrängnis als die eigene Grenze, lässt sich diese Grenze individuell von Mensch zu Mensch verschieben. So sind Menschen, die einen größeren Teil der Wiese sehen können ohne an die Bedrängnis zu stoßen in der Lage mehr Schöpfungen auf ihre Wiese zu stellen oder gar mehr Schöpfungen anderer zu sehen, die sie weitergestalten können. Wir nennen diese Möglichkeit Hoch-Kreativität oder Neurosensitivität. Wir könnten sie auch Weit-Kreativität oder Höchstkreativität, Hyper-Kreativität nennen. Vielleicht gibt es auch Menschen, deren Bedrängnis so weit entfernt liegt, dass wir von Unendlicher Kreativität sprechen müssen.

Ich will hier noch ein Zitat von Joe, einem Vereinsmitglied von Myndun, an dieser Stelle einfügen und euch nicht vorenthalten:
“Die Idee, der Menschen mit Unendlicher Kreativität ist auf jeden Fall ein transzendentaler, muss ich dazu anmerken. Real definitiv nicht umsetzbar aufgrund äußerer Bedingungen, und die Gleichzeitigkeit von Gedanken ist ebenfalls begrenzt, zB durch die Leistungsfähigkeit des Hirns...”

Wie auch immer, Kreativität liegt in uns allen, den je schöpferischer und gestalterischer ich bin, desto mehr steht auf unserer Wiese, die andere Schöpfer und

Gestalter entdecken können und ihre Fähigkeit und Sensitivität nutzen, um zu schöpfen und zu gestalten.

Die Bedrängnis (Angst) spielt eine immer geringere Rolle und steht uns nicht entgegen (Feind). Wir ändern einen Zustand (Entfaltung) und gestalten und schöpfen (Kreativität).

Kreativität, Hoch-Kreativität, Höchst-Kreativität, Hyper-Kreativität, Unendliche-Kreativität - der Platz ist groß und die Synergien jedes einzelnen lassen uns außergewöhnlich sein.

Wenn ihr gerne mehr zu diesem Thema diskutieren wollt, besucht uns doch auf dem Discord-Server, den ihr über die Homepage auf www.Myndun.org erreicht.

(c) Patrick Georg Bock Bock-Creation & Myndun e.V.